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Bin neu hier und habe eine Frage... (Plastik Kleinteile - kann man die KOPIEREN???)

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  • Bin neu hier und habe eine Frage... (Plastik Kleinteile - kann man die KOPIEREN???)

    Hallo, ich bin ganz neu hier. Ich hoffe es ist Okay wenn ich hier meine Frage stelle?

    Also ich sammel so kleine Taschencomputer und bei einigen fehlen die Batterieklappen und andere Klappen und Kleinteile.

    Jetzt habe ich schon mehr als ein halbes Dutzend Fehlteile. Ich habe jeweils die Originale, also Sprich am Taschencomputer A ist die Klappe dran, an B (Das gleiche Modell) fehlt sie.

    Da habe ich in einem kurzen lichten Augenblick den ich fuer einen Geistesblitz hielt mich nach 3D Druckern umgeschaut. Da gibt es ja auch so tolle Modelle die einen laserscan von einem vorhandenen Objekt machen und das dann nachher drucken koennen. So die Theorie. Nachdem ich mich ein wenig auf diversen Seiten eingelesen habe habe ich aber festgestellt dass es wohl mehr ist als nur 2 Knoepfe zu druecken - also jemand wie ich ganz ohne Plan koennte da glatt scheitern. Dann noch die Tatsache dass um eine handvoll Plastikteile auszudrucken ein paar Hundert oder gar 1000 Euro investieren eher dumm erscheint.

    Jetzt kommt Geistesblitz Nummer 2 - ich frage erst mal euch.



    Dachte mir vielleicht hat ja jemand sowas schon mal gemacht oder kennt jemanden der (Gegen klingende Muenze) solche Teile kopieren kann. Hat jemand eine Idee?


    Jeder Kommentar ist willkommen und vielen Dank im Voraus!
    Zuletzt geändert von kyodai; 11.01.2017, 23:08. Grund: Argh, rechtschreibung, Tippfehler usw

  • #2
    ... Du hast dabei 2 Baustellen, bei denen Du Qualitätsverluste hinnehmen musst, einmal beim Scannen, einmal beim Drucken.
    Solche Deckelchen haben oft zierlichste Haken und Vertiefungen usw. die sind schlecht zu scannen und solche Haken sind überaus diffizil zu drucken.
    Nachbearbeitung wird Pflicht sein. d.h grundieren - schleifen - grundieren - schleifen ... und irgendwann lackieren ;-)

    Stelle ein paar Beispielbilder ein, damit sich evtl Interessenten eine Vorstellung davon machen können.

    Filze mal www.thingiverse.com durch, vielleicht gibt es da schon etwas. Einfach nach Gerätenamen suchen.

    Derzeit gibt es kein Kombigerät, das empfehlenswert wäre in der Preisklassse +/- 2.000 €

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    • #3
      Oh je, also eher schlechte Chancen? lackieren waere mir egal - wenn es aus schwarzem FIlament ist und zumindest annaehernd robust wie das Original waere es mir egal wenn der Farbton etwas abweicht. Es sind alle die ich habe Schwarz oder Anthrazit (Also dunkelgrau). Solange die halbwegs passen waere mir "falscher farbton" lieber als "Kein batteriefachdeckel".


      Auf Thingieverse hab ich nix gefunden.


      Hier mal ein beispiel vom Atari Portfolio... Habe ich auf ebay gefunden, denke mal die sind auch gedruckt weil der Typ so viele verkauft und die gabs meines Erachtens nach nicht als Ersatzteil zu kaufen (Der Portfolio ist von 1989!)... Die anderen die ich fuer mich brauche sind einen halben Zentimeter laenger aber sehr aehnlich:


      http://www.ebay.co.uk/itm/152101762467

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      • #4
        Schlechte Chancen? Es muss sich jemand finden und das ist nur eines der Probleme.

        Der Atari-Deckel sieht auf den ersten Blick aus wie laser-gesintert. Oberflächen wären ok, aber das Material ist so grieselig (keine 3D-Druck typischen Riefen) und hat an der Schließe und an Kanten Rotznasen. Das wäre untypisch. Also eher im Hinterhof unter Amateurbedingungen gegossen.
        Wenn man einen guten Scan hätte, ließe sich eine Gießform relativ leicht im CAD erstellen. Dabei anderes Problem, zum "guten" Scannen es es möglicherweise notwendig, die Originalvorlage mit einem sog. Kontrast-Spray zu verunstalten. Wollte mir mal bei Mr.Make in KA ein Motorrad-Verkleidungsteil einscannen lassen und die konnten mir nicht sagen, ob ich das Zeug vom Original auch wieder ab bekomme. Billig wäre das allerdings nicht geworden, dafür hätte ich mir 2 Originalteile kaufen können.
        In diesem Forum sind Scanner kaum vertreten. Stelle mal eine Anfrage (mit Bild!) hier ein: http://forums.reprap.org/list.php?251. Da gibt es etliche Scannerbesitzer und auch gelegentlich ähnliche Anfragen.
        In ebay-Kleinanzeigen werden des öfteren auch entsprechende Dienstleistungen angeboten.


        Was so machbar ist, hier ein Beispiel: http://www.thingiverse.com/thing:1751154
        Das ist ein Batteriefachdeckel für einen Akku-Rasenrobot-Mäher; da geht es im Unterschied zum Original um die Öffnung (s. Stopfen), um mit einem USB-Stick besser an den Anschluß zu kommen. Das Teil ist im CAD gezeichnet (und hat Fehler), wurde m.W. mehrfach zufriedenstellend gedruckt, ich selbst 1x für ein Forumsmitglied.

        Zu den Farben:
        die 3D-Druck-Filamente stehen nur in wenigen Standardfarben zur Verfügung, um Lackieren würdest Du wohl nicht herum kommen. (vgl. z.B. FilamentWorld.de)

        Schwierige Teile drucken (vgl. o. "Haken"):
        Laser-sintern geht da wesentlich besser, Belastbarkeit von solchen Miniteilen kann ich nicht beurteilen. z.B. trinckle.com Sehr gute Druckqualität mit Nylon, muss aber auch nachbearbeitet werden.

        Andere Methoden zum Kopieren:
        Hatten wir neulich hier: Formen erstellen http://3d-drucker-community.de/forum...0443#post30443
        Für das Abbilden der äußeren Gehäuseform allemal gut. Damit (oder mit Abform-Silikon -eBay-) Negativform erstellen, Trennwachs o.dgl. einbringen und einen Deckel positiv abnehmen. Frei nach Wilhelm Busch: Deckel drauf- Klappe zu- Affe tot - wie es drunter aussieht, ist eher nicht wichtig (?)

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        • #5
          ... für mich selber habe ich sowas (auch mit noch feineren Details) ein paar mal gemacht ... biete das aber mangels Zeit nicht mehr als "Dienstleistung" an.

          Der erste "Halbschritt" ist der 3D-Scan des Teils - externe Diesntleister sind teuer, Hobby-Leute machen sowas oft für einen 20-er in die Kaffeekasse oder nach Zeitaufwand ... ich berechnete für sowas früher zwischen 20€ bis 60€ pro Stunde bzw. von 20€ bis zu 200€ pro Teil pauschal, wenn der Aufwand für die vielen Scans (bis zu 16 pro Teil!) und die Nacharbeit zum Fusionieren über viele Stunden geht.

          Weil der Scan oft nicht die erforderliche Detailauflösung oder Kantenschärfe hat, wird der dann in einem CAD editiert bzw. nachkonstruiert, bis die Genauigkeit stimmt ... evtl. auch noch etwas zur Optimierung des jeweiligen nachgeschalteten Fertigungsverfahrens "aufgepimpt" - das kann dann auch schonmal bis zu ein paar Stunden dauern ... obwohl ich bei "einfachen Batterie-Deckeln" eher mit 15 bis 30 Minuten rechne ...

          Wenn du die 3D-Datei hast, dann kannst du die bei den üblichen 3D-Druck-Dienstleistern (z.B. Materialize oder Shapeways) aus diversen Materialien drucken lassen - ich habe mir bei Shapeways testweise ein paar 30mm hohe eingescannte Spielfiguren aus verschiedenen Kunststoffen lasersintern lassen - knapp 3€ pro Figur, für 4 Figuren mit Zoll und Porto dann 22€.

          Die können aber auch z.B. "glatte" Teile per SLA oder Objet-Verfahren aus UV-Resin herstellen - da ist die Oberflächen dann nicht mehr "grieselig" ...

          Viktor

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          • #6
            Hallo, schon mal vielen lieben Dank für die Antworten!

            Vielleicht habe ich ja doch Glück - habe heute einen Kollegen darauf mal angesprochen und der hat zu Hause 2 uralte 3D scanner - einen mit "Piezo Tastkopf" und einen mit Laser. Er sagt der mit Piezo wäre zwar sehr lahm und braucht wohl Stunden aber auch sehr genau. Er kann aber nur "von oben" scannen. Wie einfach oder schwer das ist daraus dann ein 3D Modell zu machen kann keiner von uns sagen, aber die Deckel sind ja eigentlich nicht so komplex... Ich hoffe ja daß wir es (wenn er mal Zeit hat) schaffen und daß dann eine brauchbare STL Datei oder was-auch-immer bei rauskommt - das mit dem 3 Euro pro Druck bei Shapeways klingt ja sehr gut.

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            • #7
              Ich gehe da meistens mit Meßschieber und CAD ran. Für Radien entweder eine Radienlehre nehmen, oder auf Papier mit Bleistift nachfahren und konstruieren. Für Winkel habe ich einen elektronischen Winkelmesser. Bis jetzt habe ich alles konstruiert, was ich gebraucht habe,

              Alternative: Teil mit Flachbettscanner scannen und im CAD hinterlegen. Das als Vorlage für die Skizze nehmen ("durchpausen").

              Gruß

              Harald

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              • #8
                Genau Maßschieber und CAD ist das beste, habe zwar einen 3d Scanner aber finde es viel zu ungenau und muss da auch viel nachbearbeiten im cad Programm daher lieber mit dem Maßschieber und gut ist (2-3 fehl druck nehme ich in kauf aber eine Nachbearbeitung kommt für mich nicht in frage mit der feile am Ausdruck ein No Go

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                • #9
                  Jaja, Ihr Lieben, Ihr macht das so, ich mache das so und viele andere auch. Aber der Themenersteller Kyodai hat nach Scanner gefragt, vermutlich weil er kein CAD hat und sich auch kaum wird vorstellen können, wie man sowas überhaupt angehen kann.

                  Und wenn Ihr so toll drauf seid mit CAD-Zeichnen und Maße abnehmen, warum bietet Ihr dem Kyodai dann nicht Eure Dienste an? Das ist doch bloß .... und bezahlen will er ja auch.

                  @ Mastermann
                  Dein Scanner ist sicher nicht das Maß der Dinge.

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                  • #10
                    Der Thread lautet 'Plastik Kleinteile - kann man die kopieren???'

                    Es gibt viele Wege, zu kopieren. Und ich denke, wenn man die Nachbearbeitung beim 3D-Scan berücksichtigt, geht's mit CAD schneller. Zumindest bei einfachen Teilen, wie Batteriefachdeckel.

                    @kyodai

                    Du kannst ja mal ein paar Bilder zeigen, damit man sieht, wie klein die Details sind. Am Besten mit Lineal daneben, damit man einen Vergleich hat.

                    Gruß

                    Harald

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