Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Anfänger braucht Hilfe bei Druckerkauf

Einklappen
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Anfänger braucht Hilfe bei Druckerkauf

    Hallo zusammen,

    ich möchte mir einen 3D Drucker zulegen. Der Drucker soll hauptsächlich dafür verwendet werden, verschiedene Spielzeuge für meine Behinderte Tochter herzustellen.
    Ich habe daher erst mal eine Frage zum Material. Da meine Tochter das Spielzeug in den Mund nimmt, sollte das Material ungiftig sein, nicht abfärben bzw. lebensmittelecht sein, und nicht zu hart, da sie draufbeisst.
    Daher sollte das Material auch nicht zu hart sein, ich möchte nicht, dass gleich Zähne durch die Gegend fliegen, aber auch nicht zu weich, so dass ich nach dem ersten Gebrauch gleich ein Neues machen darf........

    Was könnte ich eurer Meinung nach für ein Material nehmen ?

    Würde mich über eine Antwort sehr freuen....

    Gruss hayabalooza

  • #2
    Billige Drucker können meist nur PLA verarbeiten. Also drauf achten, dass der Drucker PET (wie die Wasserflaschen) oder PETG drucken kann. Da ich mir als Jugendlicher mal an einem zu lange gekauten Kaugummi einen Backenzahn zerbrochen habe würde ich auf kein Material schwören, wohl aber auf Konstruktionsweisen.

    Besser als alles gedruckte Spielzeug sind Gussformen , die dann einfach aufgefüllt werden - auch mit essbaren Füllungen .
    Es soll aber auch gut druckbares Silikon geben, wie es für Backformen verwendet wird.

    Kommentar


    • #3
      Hallo Pelletext,

      vielen Dank für deine Antwort.

      Dürft ihr im Forum auch Kauf- oder Produktempfehlungen geben ?

      Welche Drucker könnten denn PETG drucken, bekomme ich hier was für max. 500 € ?

      Gruss Hayabalooza


      Kommentar


      • #4
        Zitat von hayabalooza Beitrag anzeigen
        ... Dürft ihr im Forum auch Kauf- oder Produktempfehlungen geben ?

        Welche Drucker könnten denn PETG drucken, bekomme ich hier was für max. 500 € ?

        Gruss Hayabalooza
        Üble Zungen behaupten, dass diese Webseite angeblich von Kauf- oder Produktempfehlungen lebt.
        Ich finde, dass genau das Gegenteil der Fall ist.
        Ich halte mich hauptsächlich deshalb zurück, weil ich außer mit PLA und ABS noch nichts gedruckt habe.

        Leider sagt der Preis m.E. nichts über das aus, was man dafür bekommt. Generell kann man sagen, dass ein Drucker ohne Heizbett sehr beschränkt ist und beim Hotend sollte man das Kleingedruckte lesen. Ein "namhafter" Anbieter schreibt da gut versteckt, dass sein Extruder maximal 10 Minuten mit 260° laufen sollte.
        Das ist ideal, um Einsteiger an der Nase herumzuführen, weil in 10 Minuten so gut wie nichts gedruckt wird. Bei kleinen Druckobjekten vielleicht die erste Lage, was denn auch schon was wert wäre, weil die 1. Lage wichtig für die Betthaftung ist..
        Die Dauerleistung soll bei 240°C liegen, was für manche der interessanteren Filamente zu wenig ist.

        Ob man jetzt den Angaben der Filament-Händler/Hersteller oder irgendwelchen namenlosen "Ratgebern" hier im Forum trauen soll, das überlasse ich der Unterscheidungsfähigkeit des Lesers.

        Also einfach mal Google bemühen und nicht 500€ als Suchbegriff eingeben - vielleicht ist ja auch schon für 200€ was dabei ?
        Zuletzt geändert von PELLETEXT; 11.06.2018, 15:01.

        Kommentar


        • #5
          Wenn bei einem Drucker nur ABS und PLA unterstütz wird, heißt das dann automatisch, das PETG nicht funktioniert?

          Was ist den außer Extrudertemperatur und Filamentstärke und beheiztes Bett noch relevant, um PETG zu drucken ?

          Alle Drucker, die ich bis jetzt angeschaut habe, unterstützen alles (sogar Holz 🤔), aber einen der offiziell PETG unterstützt, ist mir bisher noch nicht untergekommen...

          Gruß hayabalooza

          Kommentar


          • #6
            … es wird wohl keiner Explizit alle möglichen Filamente als Empfehlung aufführen, da da a) Produkthaftung und b) ständig erweiternde Filamentsorten wohl eher dagegen
            sprechen. Generell, wenn ABS verarbeitet werden kann, düfte PETG nichts im Weg stehen.
            Allerdings muß man Haftung hinbekommen.
            Aber du kannst ja den Link mal anklicken und dir die Anforderungen durchlesen. Dann kannst du dir einen Reim drauf machen, welche Drucker da in Frage kommen.
            Die Technischen Anforderungen sind jedenfalls niedriger als die, die ABS stellt (sowohl an den Extruder als auf an das Heizbett).

            Gruß, Digibike

            Kommentar


            • #7
              Zitat von hayabalooza Beitrag anzeigen
              Wenn bei einem Drucker nur ABS und PLA unterstütz wird, heißt das dann automatisch, das PETG nicht funktioniert?

              Was ist den außer Extrudertemperatur und Filamentstärke und beheiztes Bett noch relevant, um PETG zu drucken ?

              Alle Drucker, die ich bis jetzt angeschaut habe, unterstützen alles (sogar Holz 🤔), aber einen der offiziell PETG unterstützt, ist mir bisher noch nicht untergekommen...

              Gruß hayabalooza
              Wie gesagt kann ich außer zu PLA und ABS nichts aus eigener Erfahrung sagen, da folge mal lieber Digibike.
              In Punkto Händler hat er wie ich gute Erfahrungen mit diesem hier :
              https://www.filamentworld.de/shop/?u...d0c2-279461205

              Leider werden die Proben nach Österreich nicht ohne Porto geschickt.

              https://www.filamentworld.de/shop/fi...ament-1-75-mm/ - das wäre so ein Filament, das ganz besondere Anforderungen an das Hotend (bis 390° !) stellt, aber das taugt allein schon vom Preis her nicht für Spielzeug. Für Gussformen wäre es allerdings ideal.
              Elastisches Material : https://www.filamentworld.de/produkt.../tpe-filament/

              p.s.: das Wort "Holz" darf nicht so wörtlich genommen werden, so wie PLA ja nur indirekt aus Mais gemacht wird. Das Wort Holz scheint den Chinesen auch Probleme zu bereiten, das habe ich bei einem Drucker entdeckt, der definitiv nicht aus Holz gemacht ist.
              Zuletzt geändert von PELLETEXT; 12.06.2018, 06:27.

              Kommentar


              • #8
                Hallo, vielen Dank für eure Antworten.

                Durch eure Tipps kann ich schon mal aussieben....

                Gruss hayabalooza

                Kommentar


                • #9
                  Hallo zusammen,

                  ich habe mir den Anycubic 3D Mega ausgesucht. Die Extrudertemperatur geht bis 275°, das Bett kann bis 100° heizen.

                  Das scheint mir der einzige in der Preisklasse zu sein, der einigermaßen stabil ist, und bei dem man nicht gleich zu Beginn verschiedene Komponenten (Lager, Führungen) durch bessere tauschen muss.

                  Ich denke, das reicht mal für den Anfang, um verschiedene Sachen auszuprobieren.

                  Was meint ihr dazu ? Gibts da was, was ich nicht weiß ?

                  Gruß hayabalooza

                  Kommentar


                  • #10
                    Hallo

                    als Lesender bin ich schon länger im Forum, dieser Beitrag hat mich jetzt dazu bewogen das ich mich anmelde.
                    Hier geht es um Kinderspielzeug. Halbwissen über Kunststoffe, so wie es hier verbreitet wird, halte ich in dem Fall für gefährlich.
                    Ich bin zwar nicht der beste 3D Drucker, aber ich bin seit vielen Jahren Kunststoffverarbeiter. Und von Kunststoffen habe ich deshalb Ahnung.

                    Hier werden PET, PETG und ABS für Kinderspielzeug vorgeschlagen. Es ist richtig das auf einschlägigen Seiten dazu geraten wird "Plastik"-Spielzeuge aus ABS anderen Kunststoffen vorzuziehen. Hier geht man den Weg des kleineren Übels.
                    Grundsätzlich sind alle Kunststoffe die aus Erdöldestillaten erzeugt werden gesundheitsschädlich.
                    Schlimm wenn man dann, wahrscheinlich nur weil es etwas billiger ist, zu ABS, PET oder, ganz übel, zu PETG rät.

                    ABS ist nicht ungefährlich, die Gefahren und Sicherheitsverweise sagen alles. Es ist Gesundheitsschädlich beim verschlucken, kann sowohl die Atemwege reizen als auch die Haut. Abgesehen davon ist es sehr schädlich die beim Drucken frei werdenden Gase einzuatmen. Es darf nur mit Absaugung und Aktivkohlefilterung verarbeitet werden, wie übrigens alle Kunststoffe die aus Erdöl hergestellt werden, wegen der freiwerdenden Koghlenwasserstoffe. Im Hobbybereich hält sich keiner daran, aber wenn es um Dein Kind geht sollte das keine Diskussion sein.

                    PET ist der Kunststoff der weltweit die höchsten Verbrauchsraten hat. Er hat auch die höchste Recyclingsquote aller Kunststoffe. Was an Filamenten auf dem Markt ist unterliegt einem extremen Preiskampf. Da kann man sicher nicht davon ausgehen das man Filamente bekommt die aus neuem unrecyceltem Materialien bestehen. Wenn recycelt wird ist der Kunststoff verunreinigt. Es ist grundsätzlich verboten recycletes PET wieder im Lebensmittelbereich einzusetzen, da niemand weiß was drin ist. In PET ist als Katalisator Antimontrioxid verwendet. Es wird seit Jahren über Grenzwerte diskutiert weil das Antimontrioxid in das verpackte Lebensmittel wandert. Die Lobby ist aber so stark das wir mit diesem Gift leben müssen. Wenn aus PET Flaschen hergestellt werden können diese nicht heiß sterilisiert werden wie Glasflaschen. Es wird Dimethyldicarbonat zur Kaltentkeimung verwendet. Der Stoff ist hochgiftig, soll sich eigentlich während der Entkeimung zersetzen, aber die Reststoffe sind in den verpackten Lebensmitteln oder der enthaltenen Brause. In vielen Staaten stehen diese Reststoffe als Krebserregend auf der Liste, in Europa müssen wir da durch. Auch wenn recyceltes Material nicht mehr mit Lebensmitteln in Kontakt kommen dürfen, es ist nicht verboten Filamente daraus zu machen. Finger weg davon, wenn Kinder es in den Mund nehmen können.

                    PETG ist ein PET dem Glycol zugesetzt wird um es besser druckbar zu machen. Es besteht grundsätzlich das gleiche Problem wie poben beschrieben mit PET, dazu kommt hochgradig gesundheitsschädliches Glycol. Die tödliche Dosis von Glykol liegt bei 1.4mg pro Kilogramm Körpergewicht. Es ist egal ob man durch lutschen und drauf herum kauen eine so hohe Dosis bekommen kann, ausschlaggebend ist das hier ein Stoff verwendet wird von dem es eine tödliche Dosis gibt. Bei einem Kind mit niedrigem Körpergewicht ist eine Gefährdung der Gesundheit eher erreicht als bei einem Erwachsenen. Was bei Glycol noch negativ dazu kommt ist der süße Geschmack. Kinder kauen schon deswegen gerne auf PETG herum. Glycole können bei höherer Dosierung wie Alkohol wirken. Glycol ist nun mal ein ein Dialkohol.

                    Gerade im 3D-Druck gibt es viele Kunststoffe die biokompatibel sind.
                    Zitat von PELLETTEXT
                    Billige Drucker können meist nur PLA verarbeiten
                    Ich verstehe nicht was so eine Aussage soll. PLA ist biokompatibel, es wird seit 30 Jahren in der Chirurgie eingesetzt, z.B. für Nahtmaterial was vom Körper nach einiger Zeit abgebaut wird, für Implantate oder Protesen, etc.
                    Es gibt sehr gute PLA Filamente, die hohe Temperaturen aushalten und mindestens genauso bruchfest sind wie ABS. Sie sind etwas teurer, aber dafür gesundheitlich unbedenklich.
                    Je mehr die Filamente aushalten um so teurer werden sie, aber es gibt heute Serien die man sich leisten kann.

                    Ich drucke technische Teile mit PLA Plus von filamentworld.de. Nach einer Nachkristallisation die man bei 110°C einfach im Backofen machen kann bleibt das Material bis 80°C absolut stabil und ist auch nicht spröde. Die Glasübergangstemperatur als auch die Bruchfestigkeit sind mindestens so hoch wie bei ABS. Es gibt halt noch nicht so viele Farben, aber je mehr davon verbraucht wird um so größer wird die Palette. PLA Plus lässt sich absolut einfach verdrucken, wie normales PLA eben.

                    Greentec Pro ist bis 160°C temperaturbeständig und ebenfalls Lebensmittelecht. Die Farben sind nicht so grell wie bei PLA, das interessiert Kinder aber weniger.

                    Für den Anfang würde ich ganz normales hochwertiges PLA empfehlen, weil es sich einfach und mit niedrigen Temperaturen drucken lässt. Ich drucke vieleTeile mit Janbex PLA. Janbex ist ein Filament was in Deutschland hergestellt wird, kein China-PLA, es werden also, auch was die verwendeten Farbstoffe angeht, europäische Standards eingehalten.
                    Das Material lässt sich super drucken, hat eine schöne glatte Oberfläche, ist sehr gleichmäßig und sehr stabil. Selbst 50 Stunden Druckjobs gehen problemlos durch. Es kostet etwas über 20 Euro/Kg.
                    Das Material kann ich für die ersten Drucke empfehlen, kauf Dir direkt zwei Rollen. Das geht mit 200°C und warmem Druckbett so gut zu drucken das es süchtig macht.

                    Wenn Du deine ersten Schritte im 3D Druck machst wirst Du viele Schwierigkeiten erleben an die Du so nicht denkst. Es ist sinnvoll mit einem leicht zu verarbeitenden Material zu beginnen. Abgesehen davon das ich niemals auf die Idee käme Kinderspielzeuge aus Erdöldestilaten zu drucken wegen der vielen giftigen Gründe, ich mache viele Spielzeuge und es hat sich noch nie ein Kind beschwert das PLA nicht halten würde. Sie gehen irgendwann mit dem Föhn dran und biegen die Beine ihrer Tierchen und Figuren so wie sie es haben möchten.

                    Also, das Fazit meines langen Aufsatzes soll sein, spar nicht am Filament. Kauf kein Chinazeug nur weil das Kilo 5 Euro weniger kostet. Drucke alles was Dein Kind in den Mund nehmen kann aus biokompatiblem Material. Es lohnt sich, nachdem Du etwas mit Deinem neuen Drucker und günstigem Material geübt hast, für 35 Euro/Kg ein PLA Plus zu kaufen. Da tust Du Deinem Kind dann wirklich was gutes.

                    Und bitte höre bitte nicht auf so unsinniges Gerede wie es oben in den Beiträgen steht. Ich kann mir auch gut vorstellen das diese Leute ihre giftigen Kunststoffe ohne Aktivkohlefilter verarbeiten und die Gase in der Wohnung lassen oder in die freie Natur blasen. Mir ist es lieber sie atmen sie ein als das sie sie in meine Umwelt lassen.

                    Ich habe übrigens einen Creality CR10, gekauft für 320Euro inkl. Porto. Nach 14 Tagen war er geliefert und ich habe 19% Einfuhrumsatzsteuer bezahlt. Nach einer Stunde Zusammenbau kann man drucken, da es nur zwei vormontierte Teile sind die zusammengesetzt werden müssen. In der Zeit seitdem ich ihn besitze läuft er fast täglich. Ich habe einiges modifiziert, leisere Lüfter, Isolation unter dem Heizbett und was man so macht aber nicht machen muß, die ganzen Teile haben vielleicht noch mal 50 Euro gekostet, inkl. Düsen, PTFE Schlauch. Ansonsten macht er hauptsächlich Spaß.

                    so das wars, ich geh wieder in den Lesemodus
                    grüße
                    ralfg
                    Zuletzt geändert von ralfg; 26.06.2018, 01:02.

                    Kommentar


                    • #11
                      Zitat von ralfg Beitrag anzeigen
                      ... Das geht mit 200°C und warmem Druckbett so gut zu drucken das es süchtig macht.

                      ... ich geh wieder in den Lesemodus
                      grüße
                      ralfg
                      Ich habe nie ABS oder überhaupt irgendeinen Kunststoff für Kinderspielzeug empfohlen. Ich widerspreche auch nicht den Warnhinweisen bezüglich PET oder PETG. Aber auch zu PLA habe ich ähnlich Angst erregende Untersuchungsergebnisse gelesen wie zu Lebensmitteln, bei denen Acrylamat entstehen kann (siehe neueste Nachrichten EU/PommesFrites).

                      Wenn ich sagte "nur PLA" , dann ist das ebenso wenig PLA - abwertend gemeint wie "...dass es süchtig macht..." als Empfehlung aus Kifferkreisen gemeint sein wird.

                      Das "nur" bezieht sich ausschließlich auf das bei billigen Druckern manchmal fehlende Heizbett.

                      Danke also für die diesbezügliche Bestätigung. (siehe Zitat; es ist ja wohl kaum Zimmertemperatur gemeint, oder?)

                      Noch was, weil ich grad was über die mangelnde Wasserdichtigkeit gelesen habe (https://3druck.com/forschung/hoehere...paign=18kw25): selbst Objekte mit 100% Infill haben Poren, in denen sich alle Arten Gift und Krankheitserreger einnisten können. Deshalb ja meine obige Empfehlung (siehe #2), den Drucker eher zur Herstellung von Negativ-Formen zu verwenden.

                      Sich über die Herkunft auch von PLA ausgibigst zu informieren kann sicher nicht schaden. Welche Ausgangsmaterialen stammen denn aus biologischem Anbau? Ohne Weichmacher kommt auch PLA nicht aus - also bitte auch deren Herkunft prüfen. https://de.wikipedia.org/wiki/Biokun...%C3%A4ure_(PLA) erwähnt hierzu oder zu den unterschiedlichen Farbpigmenten wenig. Dass (Eingangs des Artikels) "BIO-Kunststoff" nicht die Verwendung von Erdölprodukten ausschließt sei nur am Rande erwähnt.

                      Apropos "Lesemodus": lesen ist gut - Sinn erfassendes Lesen ist besser
                      https://www.filamentworld.de/3d-druc.../was-ist-petg/ (letzter Satz vom Abschnitt "Eigenschaften")!

                      Dort ist auch was über für Lebensmittel zugelassenes ABS zu finden : https://www.filamentworld.de/wp-cont...Formfutura.pdf
                      Und bitte dort nicht die Einschränkungen für PLA übersehen : "all colours except Glow in the Dark"
                      Halbwissen hin oder her - welcher Behörde man jetzt vertraut, das muss jeder selbst entscheiden.
                      Zuletzt geändert von PELLETEXT; 26.06.2018, 08:38.

                      Kommentar


                      • #12
                        Apropos "Lesemodus": lesen ist gut - Sinn erfassendes Lesen ist besser
                        Hallo nochmal.

                        Wenn Du dir das verlinkte Zertifikat mal kurz durchlesen möchtest, dort steht das die Filamente FDA zertifiziert sind.

                        Für das fertige Produkt, nach der Verarbeitung, gibt es kein Zertifikat. Das verlinkte Zertifikat eher ein nettes Marketingpapier.
                        Zertifizierte Produktionsanlagen kosten nicht umsonst viel Geld und sind immer an ein aufwändiges Qualitätsmanagement gekoppelt.
                        Wenn schon Kunststoffe für Spielzeuge auf dem Schreibtisch verarbeitet werden sollte man den sichersten Weg gehen, vor allem wenn die Produkte für Kinder sind.
                        Die Giftstoffe die in Kunststoffen mit Acrylamid zu vergleichen ist hoffentlich nicht ernst gemeint.

                        Ach ja, "Weichmacher" ist so ein Wort was durch ständige Massage in unsere Hirne gepflanzt wird damit wir alle Kosten akzeptieren, wie "CO2" oder "Stickoxide".
                        Wenn Du etwas älter bist kennst Du noch "Ozonloch". In den 80er Jahren sollte man in Australien und Nordeuropa als Schutz vor dem Ozonloch bekleidet und mit Kopfschutz ins Meer gehen. Heute wird das nach Vermummungsverbot und Burkaverbot bestraft. Die Welt war wegen des Ozonlochs kurz vor dem Untergang.

                        Weichmacher in hochwertigen Kunststoffen sind seit Jahren epoxierte Sojaöle. Das Problem trifft man eher mit der Frage, wo kommt den der ganze Soja her.
                        In PLA werden Sorbit und Glyzerin als Weichmacher verwendet. Beides findest Du in verarbeiteten Lebensmitteln als Feuchthaltemittel und sind rein natürliche Stoffe. Sorbit ist ein Zucker, Glyzerin ein Zuckeralkohol. Glyzerin ist in jedem Fett oder Öl enthalten.
                        Es ist nicht so einfach das alles auseinander zu halten. Aber chemisch gesehen ist ein PLA kein Kunststoff. Chemisch gesehen sind Kunststoffe organische Stoffe, die aus den Elementen Sauerstoff, Stickstoff, Wasserstoff, Kohlenstoff, Chlor und Schwefel bestehen.
                        Polylactit wird durch Synthese aus Zucker hergestellt. Der wird zu Milchsäure fermentiert und diese zu PLA polymerisiert. Polymerisation ist eine Verbindung von Molekülen die z.B. unter Druck und Temperatur geschieht, also nichts schlimmes.
                        Nach der Verarbeitung ist PLA ein halbsynthetischer Stoff dem aber die giftigen Grundstoffe Chlor und Schwefel absolut fehlen.

                        Wie stark die Erdöllobby das Geschehen und das was wir im Kopf haben beeinflussen kann sieht man an der aktuellen Diskussion zu "Plastik". Es gibt Biokunststoffe die die Erdölprodukte komplett ersetzen könnten und die alle zumindest über eine zertifizierte Kompostierbarkeit und die Versprödung und Zersetzung durch UV-Licht viele Probleme in der Umwelt lösen könnten. Alleine die Sauermolke die als Abfallstoff bei der Milchverarbeitung anfällt könnte als Rohstoff ausreichen um alle Erdölkunststoffe zu ersetzen. Aber der Erdöllobby ist es lieber wenn durch Augenwischerei irgendwelche Plastiktüten oder Trinkbecher und Strohhalme verboten werden als wenn ihre gesamten Produkte durch Bio-Kunststoffe wie PLA ersetzt werden.

                        Ach so, Poren in Kunststoffen bedeuten nicht das sich dort Bakterien oder andere Monster ansiedeln könnten. Wenn PLA eine hohe Hydrophilie und Wasserdampfdurchlässigkeit hat dann bleiben die kleinen Tierchen trotzdem draußen.

                        grüße
                        ralfg

                        p.s. Es fällt mir schwer hier etwas zu schreiben, da ich nach wenigen Minuten wieder ausgeloggt bin und so beim speichern eines Textes alles weg ist, außer einer Fehlermeldung, hetz, hetz.

                        Kommentar


                        • #13
                          Zitat von ralfg Beitrag anzeigen
                          ....
                          grüße
                          ralfg

                          p.s. Es fällt mir schwer hier etwas zu schreiben, da ich nach wenigen Minuten wieder ausgeloggt bin und so beim speichern eines Textes alles weg ist, außer einer Fehlermeldung, hetz, hetz.
                          Bevor hier noch ein künstlicher Streit darum entsteht was Kunststoff ist und was nicht, und ob die Zertifikate was taugen oder nicht (ich sagte ja schon, dass das jeder halten kann wie er will) werde ich mich erstmal mit dem Tip zurückhalten, wie man das mit dem Upload-Verdruss mühelos umgeht.

                          Bei mir wird da nämlich immer eine nicht erfolgte Sicherheitsprüfung vorgeschoben

                          Kommentar


                          • #14
                            werde ich mich erstmal mit dem Tip zurückhalten
                            Vielen Dank auch.

                            grüße

                            Kommentar


                            • #15
                              Zitat von ralfg Beitrag anzeigen
                              Vielen Dank auch.

                              grüße
                              Ganz meinerseits, habe ich doch wegen meiner Unkenntnis bezüglich Acrylamid bei Wikipedia diesen ermunternden Satz gefunden : "Im Gegenteil: Eine Studie von 2003 fand kein erhöhtes Krebsrisiko („no measurable impact“), das Darmkrebsrisiko nahm mit zunehmenden Acrylamidgehalten in der Nahrung sogar ab."

                              Kommentar

                              Lädt...
                              X