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Welcher 3D - Drucker ?

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  • Welcher 3D - Drucker ?

    Servus Leute,

    bin gerade dabei mich in den Bereich3D - Druck einzulesen, und der Charakter dieser Branche macht es mir nicht einfach :-D

    Ich möchte verschiedene Dienstleistungen für Goldschmiede anbieten ( bspw. aus CAD - Datei abgießbares Modell erstellen ),
    und bin für die Testphase auf der Suche nach einem SLA/SLS Drucker.

    Kriterien sind:

    - Zuverlässigkeit
    - vergießbares Resin ( keine Rückstände in der Form, sollte rückstandslos verdampfen )
    - Genauigkeit ( 10 Micron / 20 Micron ca. auf keinen Fall deutlich mehr )
    - Preis ( Bereich +/- 5000 Euro )

    Das Problem ist, dass der Markt auf mich sehr unübersichtlich wirkt.
    Bei PC - Komponenten gibt es beispielsweise klare Vergleichbarkeit, sowie X Review - Seiten / Zeitschriften........ Beim 3D-Druck nicht, und selbst die Seiten mancher Hersteller wie beispielsweise DWS - Lab sind absolut informationslos -.-

    Passend zu sein scheinen mir:

    DWSLab XFAB

    Formlabs Form2

    3Dsysems Projet 1200

    Asiga Pico ( Deutlich teurer a. 10k Euro )


    Hat mir jemand vielleicht Rat zur Hand ?
    Wäre dankbar ;-) :-D

    Und eine Frage habe ich noch - warum wird Solidscape eigentlich als Benchmark für diesen Einsatzbereich betrachtet ?




    MfG , David

  • #2
    Hallo

    SLA ist nicht gleich SLS, SLA ist Stereolithographie, sprich du härtest mit Licht ein flüssiges Medium aus, beim SLS (Selektives Lasersintern) schmilzt du ein Pulver mittels Laser zu deinem Produkt.

    Was du willst ist SLA, auch anhand deiner aufgelisteten Modelle zu sehen.

    Welchen du nun nimmst musst du entscheiden, denn hier können dir die wenigsten Auskunft über einen der Drucker geben, ich selber kenne nur den B9Creator im SLA Bereich und empfehle dir den nicht.

    Je nach grösse was du drucken willst, schau dir aber mal noch den WASP TopDLP an, hat ein grossen Vorteil gegenüber alle die von dir aufgezählten Drucker, nämlich dass das Bauteil im Harz versinkt. Ist im Unterhalt deutlich günstiger!


    Solidscape wird in dem Einsatzbereich als Benchmark betrachtet, weil die Geräte für den Bereich wirklich das Nonplus Ultra darstellen. Du wirst beim SLA Verfahren schnell merken wieso.
    Ist übrigends auch der Grund, wieso ich keinem der nicht unbedingt Wachs drucken möchte, empfehle aufs Multijet Modelling auszuweichen.

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    • #3
      Hallo Haemmiker,

      ich danke dir für den Rat !

      Vom B9 habe ich gehört, wenn ich mich recht erinnere soll es an sich ein recht potenter Drucker sein, der Weg zum guten Druck jedoch recht steinig.
      War es das was dir nicht zugesagt hat, oder rätst du generell von SLA Druckern ab ?

      Bezüglich Solidscape - Benchmark bin ich etwas weiter als vor zwei Tagen :-D - Kannst du mir in Bezug auf SLA - Drucker bestätigen, dass das rückstandlose Verdampfen der Resins beim Vergießen und die generell sehr gute Vergießbarkeit mehr oder weniger in den Raum gestellt werden, sich aber nicht bestätigen ?

      Bzw. würdest du folgendes abnicken ?

      Solidscape:

      - teuer
      - nicht so genau
      + problemlos vergießbare Drucke

      SLA:

      + günstiger
      + teils genauer
      - Drucke nur durch Try& Error vergießbar



      Schaue mir den WASP TopDLP an, merci !

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      • #4
        Der B9 ist super, wenn man viel Probieren möchte aber nichts für "schnell schnell". Denn für jedes Objekt benötigt man wieder etwas andere Belichtungszeiten etc. War immer ne grosse Probiererei.

        Ich rate nicht generell von SLA ab, wenn man die Material und Farbenvielfalt möchte ist das super, beim MultiJet Modelling hat man glaub nur ne Hand voll Materialien/Farben.


        Ich denke was für die Verkiessbarkeit wichtig ist, ist eher die Form/Geometrie des Objekts. Gibt da ja einiges zu beachten, nicht dass man nachher Lufteinschlüsse und sowas hat.

        Was die Ausbrennbarkeit des Wachses betrifft: Keine Ahnung, hab ich noch nie versucht. Aber ich nehme an man kann den Angaben der Hersteller glauben schenken bzw. muss man einfach glauben.


        Was ich mal Vorschlagen würde, vorallem um den Solidscape mit SLA zu vergleichen: Bestelle doch einfach mal Testobjekte, gedruckt per SLA und auf dem Solidscape. Am besten immer das gleiche Objekt, ähnlich dem was du dann später vor hast (z.B. Fingerring, Kette, ...). Ein guter Händler wird dir da sicher weiter helfen.

        So hast du was in der Hand und kannst dann entscheiden, was dir besser gefällt.


        Aber wenn wir hier schon beim drucken von Schmuck sind, du könntest dir auch eine kleine SLM Maschine hinstellen und z.B. Goldpulver drucken. Macht ne Firma in der Schweiz.

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        • #5
          Das mit den Beispieldrucken halte ich für eine sehr gute Idee, werde ich auf jeden Fall so machen :-)

          Bezüglich der Ausbrennbarkeit von den Resins habe ich gehört, dass Gießereien Resindrucke zumeist nichtmal annehmen weil ein Abguss dieser schwieriger ist und man sich die Tüftelei nicht antun möchte.

          Weiss darüber aber einfach noch nicht genug um die Lage zu bewerten - aber kommt Zeit kommt Rat oder so ähnlich :-D werde mich erstmal weiter informieren.


          Hättest du mir vielleicht noch einen Tipp welche CAD - Programme für das Entwerfen von Schmuck besonders geeignet sind ?


          Danke dir !



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          • #6
            ... ich habe mir vor Jahren mal ein UV-Resin-Teil extra fürs Ausbrennen drucken lassen - dafür wird das Innere nicht massiv, sondern als Hohlwabenstruktur gedruckt und nach dem Druck eine Ecke angebohrt und das in den Hohlwaben noch füssige Resin herauslaufen lassen ...

            Viktor

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            • #7
              Hallo Viktor,

              Erscheint mir sinnvoll, grundsätzlich müsste ein Hohlkörper ja besser ausbrennbar als ein Vollkörper sein. Danke für den Hinweis :-)
              Warst du mit dem Abguss denn zufrieden ?
              Und hast du eine Meinung zu SLA versus Wachsplott ?

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              • #8
                ... ich hatte mir das Teil nicht zum Ausbrennen so drucken lassen, sondern zur Gewichtsreduktion - das war der 'Schwimmer' in einem Ferrofluid-Mikropositionierer und war im Massivdruck einfach zu schwer

                Ich habe mir für andere Projekte auch Wachs-Drucke herstellen lassen - grundsätzlich ist die Qualität vergleichbar, inzwischen habe ich aber für beide Verfahren auch Modifikationen mitentwickelt, mit denen von den üblichen 30µ Detailauflösung/Genauigkeit auf unter 10µ "verfeinert" werden kann ... also eigentlich egal mit was - entscheidend sind die Rahmenbedingungen bzw. Endanwendung ...

                Viktor

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                • #9
                  Hste diesen Artikel gesehen? Ist vielleicht interessant für Dich.

                  http://3druck.com/3d-druckmaterialie...igung-1543081/

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                  • #10
                    Wir drucken mit einem Rapidprint Drucker. Die sind aber denke für dich zu teuer. Bin aber zur zeit auch mit Asiga im Kontakt und kann sagen das die echt gute Ergebnisse haben.
                    Die anderen Drucker die du oben genannt hast sind ja zum groß teil für den Hobby Gebrauch, daher auch weniger geeignet um damit Geld zu erzielen?
                    Ich finde deine Genauigkeit unrealistisch die du da angibst. Selbst die Pico von asiga hat 50µm und die stimmt auch die Angabe habe bei denen noch keine größere Abweichung messen können.
                    Bei Schultheiss/Rapidprint hast du den Vorteil das die auch gleich die Öfen zum ausbrennen und gießen mit verkaufen. Aber nur die Service kosten übersteigen deine 5000€ im Jahr.

                    Was du dir mal noch anschauen solltest ist der miicraft Drucker liegt in deinen Preisrahmen (knapp unter 5000€) http://www.yo-europe.de .

                    Ps beachte immer auch etwas die Folgekosten von den Druckern. Die Materialwanne muss recht regelmäßig getauscht werden. Bei dem Resin was du nimmst sicher länger als bei uns, da es nicht so fest werden wird.



                    Hoffe ich konnte etwas helfen.

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                    • #11
                      ... da die eigentlichen Tests in Peters CNC-Ecke gepostet wurden, und nur mit Login lesbar ist, habe ich ein paar von den Ergebnissen auch im RepRap-Forum gepostet:

                      http://forums.reprap.org/read.php?27...881#msg-179881

                      Für ein anderes Projekt habe ich auch schon Auflösungen mit kleiner 1µ hinbekommen, allerdings mit ziemlich teurem "Labor-Equipement" ... dazu gibt es auch keine Posts oder Bilder, da unter NDA

                      Viktor

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                      • #12
                        Das ist richtig Viktor das Thema hatten wir ja schon . Nur das dann der bauraum so klein wird das es sich kaum für normale zwecke lohnt. Ich kenne mich mit schmuck nicht aus aber ich denke jetzt mal unter 0,5mm klappt es mit dem ausbrennen eh nicht mehr richtig?

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                        • #13
                          ... wenn man will, geht alles

                          Ich habe mit einem 100x100mm XY-Galvoscannerkopf auf einer CNC-Fräse per 'Steppen' auch schon Blechteile mit 800x400mm großen Logos auf einen Rutsch graviert.

                          Und statt gleich Einpacken und Auszubrennen geht auch erstmal galvanisch beschichten ... mit sowas haben wir fürs 'Umformen' von Polymer-Basisform nach Metall ohne Probleme, praktisch mit "Haushalts-Chemie", Detailauflösungen bis runter zu 10 Nanometern hinbekommen

                          Viktor

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